Kurzarbeitergeld und Einkommensteuererklärung – Hinweise und Tipps zum Ausfüllen

Autorin dieses Artikels: Judith

Wer hätte letztes Jahr im März gedacht, dass Covid-19 unser aller Leben so stark verändern würde? Wir jedenfalls nicht. 2020 war ein Jahr gezeichnet von Lockdown, Home Office & Kurzarbeit.

Durch die Krise und die damit verbundenen wirtschaftlichen Einbrüche in vielen Branchen, waren viele Arbeitgeber dazu gezwungen Ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken um die Zukunft des Betriebs zu gewährleisten.  Und im besten Falle ist dies auch mittels Kurzarbeit gelungen. Der Betrieb bleibt bestehen und freut sich auf die Zeit nach der Krise. Ebenso wie die Arbeitnehmer.

Während Kurzarbeit zeitlich zu mindestens viele Vorteile für die Arbeitnehmer mit sich bringt, weil der Tag plötzlich viel länger ist, gibt es auch viele Schattenseiten. Eine Schattenseite davon ist die Einkommensteuererklärung. Kurzarbeitergeld gehört zu den Einkünften, die unter dem so genannten „Progressionsvorbehalt“ stehen. Das bedeutet praktisch, dass Kurzarbeitergeld steuerfrei ist, aber dennoch in die Berechnung des persönlichen Steuersatzes einbezogen wird. Wieso es dann überhaupt Sinn macht eine Einkommensteuererklärung abzugeben? Leider ist jeder, der Kurzarbeitergeld in Höhe von mindestens 410,00 EUR erhalten hat, zu der Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Aber Obacht: die „Wahrheit“, die in aller Munde ist, dass wenn man einmal eine Einkommensteuererklärung abgeben hat, man immer eine abgeben muss, ist schlichtweg falsch. Die Abgabeverpflichtung wird jedes Jahr neu betrachtet: In dem einen Jahr liegen die Voraussetzungen vor, in dem nächsten nicht. Sollten Sie also eine Steuererklärung für 2020 abgeben müssen, müssen Sie nicht zwingend eine für 2021 abgeben. Sollte das Finanzamt Sie dennoch auffordern, können Sie einfach dort anrufen und die Sachlage klären. Wenn Sie in 2021 wieder Ihr reguläres Gehalt erhalten und sonst keine weiteren Einkünfte haben, dann müssen Sie keine Einkommensteuererklärung abgeben.

Die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland hat bisher noch nie eine Einkommensteuererklärung abgegeben. Dabei lohnt sich das in der Regel sogar. Eine Einkommensteuererklärung ist auf den ersten Blick erstmal erschlagend – wo trage ich was ein? Um Ihnen konkret dabei zu helfen, wie Sie diese ausfüllen müssen, finden Sie hier eine Anleitung, die Sie Schritt für Schritt dadurch führt. ­ ­ ­ ­
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     Wir wünschen Ihnen einen schönen, sonnigen Start in das Wochenende!

     Liebe Grüße Ihre

     Mertens Schabow Steuerberatungsgesellschaft