Fahrplan und FAQs zur Corona-Überbrückungshilfe

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am gestrigen Abend hatten wir Sie bereits über das neue Konjunkturpaket informiert.

Heute wollen wir uns den Überbrückungshilfen umfangreich widmen. So wurden heute auch die FAQs zu den Überbrückungshilfen veröffentlicht (siehe Download-Link unten). 

Bitte lesen Sie diesen Newsletter im Detail, da dieser für die kommenden Tage und das weitere Vorgehen äußerst wichtig ist.

Im Folgenden stellen wir nochmal die wichtigsten Informationen zusammen und insbesondere stellen wir dar, wie wir zusammen mit Ihnen die Überbrückungshilfen beantragen.

Es ist sehr wichtig, dass Sie uns entsprechend, wie unten dargestellt, zu arbeiten. Dazu beachten Sie und bearbeiten Sie bitte die unten zum Download bereitgestellte Excel-Tabelle und PDF Datei. 

Wichtig: Unternehmen, die im April und Mai 2020 mehr als 60% der Umsätze des Vorjahresmonats erzielt haben, sind nicht antragsberechtigt.

Details zur Förderung: 

Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 80% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 70%
  • 50% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50% und < 70%
  • 40% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 40% und < 50%

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Unternehmen, die nach Juni 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen. Die Berechnung wird dabei jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatz im Fördermonat bei wenigstens 60% des Umsatzes des Vorjahresmonats, entfällt die Überbrückungshilfe für den jeweiligen Fördermonat. Die Corona-Überbrückungshilfe kann für maximal drei Monate beantragt werden.

Wie funktioniert die Antragsstellung?

Bei der Antragstellung sind Angaben zum Antragsteller zu machen sowie der Umsatzeinbruch und die Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten nachzuweisen:

  • Umsatzeinbruch: Abschätzung des von den Unternehmen erzielten Umsatzes im April und Mai 2020 und Vergleich mit den Vorjahresmonaten. Zudem Prognose des Umsatzeinbruches für den beantragten Förderzeitraum.
  • Betriebliche Fixkosten: Abschätzung der voraussichtlichen Fixkosten, deren Erstattung beantragt wird.

Die Beantragung hat dabei zwingend über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu erfolgen. 

Ihre Unterstützung 

Wie können Sie uns unterstützen, so dass wir die Überbrückungshilfen für Sie beantragen können?

  • Es ist wichtig, dass uns alle für die Buchhaltung relevanten Daten vorliegen. Prüfen Sie, ob sie uns alle Angaben, Belege und Daten für die Monate April und Mai 2020 übermittelt haben. Erst wenn die Mai Buchhaltung final ist, können wir prüfen, ob Sie antragsberechtigt sind.
  • Es muss auch eine Umsatzschätzung für jeden einzelnen der Monate Juni, Juli, August abgeben werden. Stellen Sie – nach den Monaten Juni, Juli und August – getrennt dar, welche Umsätze Sie in diesen Monaten voraussichtlich realisieren können – bitte nutzen Sie dafür das beigefügte Excel-Tool.
  • Gefördert werden Fixkosten, für die Sie die Verträge vor dem 1.3.2020 abgeschlossen haben. Prüfen Sie, ob uns alle Buchungsunterlagen zu Ihren Fixkosten vorliegen. Förderfähige Fixkosten sind insbesondere:

    – Mieten und Pachten
    – Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
    – Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
    – Ausgaben für notwendige Instandhaltung
    – Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV,
    – Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen,
    betriebliche Lizenzgebühren,
    – Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben.
    – Förderfähig sind auch Provisionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben.

Details zur Excel-Tabelle

Es wäre super, wenn Sie uns die beigefügte Excel-Tabelle bis zum 08.07.2020 ausgefüllt zur Verfügung stellen.

  1. Bitte beantworten Sie zu Beginn die Fragen. Hiervon ist abhängig, ob Sie förderfähig sind.
  2. In der Excel-Tabelle müssen Angaben zu den Mitarbeitern (oben links) vorgenommen werden. Von der Anzahl der Mitarbeiter ist die Förderhöhe abhängig. 
  3. So dann bitten wir Sie die „echten“ Umsätze für die Monate April und Mai 2020 und 2019 einzutragen. Hier erfolgt die Prüfung, ob ein entsprechender Umsatzeinbruch gegeben ist. 
  4. Bitte tragen Sie die geschätzten Umsätze für die Monate Juni bis August 2020 ein.
  5. Bitte tragen Sie für die Monate Juni bis August 2020 die geschätzten Fixkosten ein. 

Wir werden so dann Ihre Angaben bei uns in DATEV erfassen und basierend auf einen Vergleich zu den Fixkosten 2019 eine Plausibilitätsprüfung durchführen müssen. 

Wir berechnen so dann auf Basis der echten Zahlen für das Jahr 2019 und für die Monate Januar bis Mai 2020 die maximale Förderhöhe. So dann erzeugen wir ein PDF über unsere Berechnungen, welches wir Ihnen zur Abstimmung zusenden. Nach erfolgter Prüfung von Ihnen werden wir den Antrag zur Überbrückungshilfe im Portal stellen. 

Zeitpunkt der Antragsstellung 

Aufgrund der hohen Anzahl von Anträgen, werden wir leider nicht alle Anträge am 08.07/09.07/10.07 stellen können. Wir sind bemüht dies so schnell wie möglich für Sie umzusetzen. Die Anträge müssen spätestens bis Ende August eingereicht werden. Wir haben uns als Ziel gesetzt für Sie alle Anträge bis Ende Juli eingereicht zu haben!

Wir bitten um Verständnis, dass wir hier für die Antragsstellung ein wenig Zeit benötigen. Wir werden Sie nicht vergessen! Die Anträge sind nicht an einen „maximalen Bundestopf“ gebunden.

Alle diejenigen von Ihnen, die förderfähig sind, werden die Überbrückungshilfe erhalten, unabhängig davon, ob der Antrag am 08.07 oder erst am 15.07.2020 oder am 31.07.2020 eingereicht wird. Wichtig ist, dass der Antrag bis Ende August eingereicht wird. 

Abschlussrechnung und spätere Prüfung der Förderfähigkeit

Achtung: Die Förderfähigkeit wird im Nachhinein noch einmal gesondert gepürft. 

Nach Ablauf des Förderzeitraums und spätestens bis zum 31. Dezember 2021 sind wir verpflichtet eine Abschlussrechnung für Sie einzureichen. 

Bei Vorliegen der endgültigen Umsatzzahlen über den tatsächlich entstandenen Umsatzeinbruch im April und Mai 2020 werden diese durch einen prüfenden Dritten an die Bewilligungsstellen der Länder übermittelt. Ergibt sich daraus, dass der Umsatzeinbruch von 60% entgegen der Prognose nicht erreicht wurde, sind bereits ausgezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen. Zudem teilt der prüfende Dritte bei Vorliegen der endgültigen Umsatzzahlen den Bewilligungsstellen der Länder den tatsächlich entstandenen Umsatzeinbruch in dem jeweiligen Fördermonat mit. Diese Mitteilung kann auch nach Programmende erfolgen. Ergeben sich daraus Abweichungen von der Umsatzprognose, sind zu viel gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen bzw. werden nachträglich aufgestockt.

Unserer Honorar/Kosten – Erstattung als förderfähige Fixkosten 

Wichtiger Hinweis zu unserem Honorar: Wir werden Ihnen unsere Aufwendungen entsprechend nach unserem Beratungsstundensatz von 130,- Euro (netto) in Rechnung stellen müssen. Es erfolgt eine gesonderte Zeiterfassung. Die Kosten werden jedoch auch im Bereich der Fixkosten berücksichtigt und sind somit im Rahmen der Überbrückungshilfen förderfähig, so dass Sie unsere Kosten zum größten Teil erstattet bekommen! 

Wir hoffen, dass wir mit dieser E-Mail ein wenig Licht ins Dunkeln bringen konnten und der „Fahrplan“ für die kommenden Tage für uns alle steht. Wir freuen uns auf eine tolle Teamarbeit. Als Team werden wir das Ganze schaffen und „rocken“ 

Bitte laden Sie hier die Excel und PDF Datei herunter: 

https://wetransfer.com/downloads/0a01634a06c54b11d6874012b9c353e220200701195939/cade56cbe36e54d99a53d4a0310f5d6920200701195959/483e94

Bei Fragen melden Sie sich jederzeit bei uns. 

Wir wünsche Ihnen einen tollen restlichen Abend. 

Liebe Grüße Ihre

Mertens Schabow Steuerberatungsgesellschaft

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