Corona Update: Überbrückungshilfe 3 und Herabsetzung Sondervorauszahlungen

Das Jahr 2021 hat nun bereits drei Wochen auf der Uhr, dennoch fühlt es sich leider weiter an, als wenn 2020 in die Verlängerung gehen würde. Ein neuerlicher Regierungsgipfel, streitende MinisterpräsidentInnen, weitere Verschärfungen, ein weiter anhaltender Lockdown. Wir hoffen dennoch weiter, dass Sie gesund durch diese Zeit kommen.
 
Neben Home-Office-Verpflichtungen und strengeren Maskenregelungen gab es heute nun weitere Verkündigungen für von der Pandemie und Ihren Auswirkungen wirtschaftlich besonders betroffene Unternehmen.
 
Ankündigung einer veränderten Überbrückungshilfe III

Wie bereits angekündigt, werden die Programme zur Überbrückungshilfe mit der Überbrückungshilfe III fortgesetzt. Auch die 3. Auflage bringt wieder einige Besonderheiten und viele Unklarheiten mit sich. Hier der Link zum nun vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Eckpunkte-Papier:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2021-01-19-ueberbrueckungshilfe-verbessert-download.pdf?__blob=publicationFile&v=7
 
Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021, wobei der Rückbezug auf die Monate November und Dezember 2020 insbesondere Unternehmen des (Einzel-)Handels betreffen dürfte, die aufgrund der Schließungsverordnungen schließen mussten bzw. ihren Umsatz hauptsächlich im Weihnachtsgeschäft bzw. in von den Schließungen betroffenen Branchen erzielen. Hierbei sind auch besondere Möglichkeiten wie die Berücksichtigung der Abschreibung von Warenbeständen enthalten. Eine Doppelförderung von Unternehmen, welche bereits bei der November- und Dezemberhilfe antragsberechtigt war, ist dabei ausgeschlossen.
 
Wir hatten Ihnen in den letzten Wochen bereits in verschiedenen Newslettern über die sehr komplexe beihilferechtliche Problematik der sog. ungedeckten Fixkosten und der damit verbundenen möglichen Rückzahlungen bei der Überbrückungshilfe II berichtet.
Diese Problematik soll bezüglich der Überbrückungshilfe III nun ausgehebelt werden, indem ein Wahlrecht bezüglich der beihilferechtlichen Regelung eingebaut wird, wodurch bei Zuschüssen bis zu einer Million Euro keine Verluste nachgewiesen werden müssen.
 
Wann genau die Anträge gestellt werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Aus den bisherigen Erfahrungen erwarten wir, dass eine Beantragung in ca. einem Monat möglich sein wird. Sobald wir hier weitere Details erfahren, werden wir diese natürlich umgehend an Sie weitergeben.
 
Bis dahin müssen wir alle Betroffenen leider um etwas Geduld bitten, da mit der tatsächlichen Ausgestaltung der FAQs und der endgültigen Antragsbedingungen frühestens Anfang Februar zu rechnen ist. Aufgrund der Ereignisse und nachträglichen Änderungen bei den bisherigen Hilfsprogrammen, ist mit Anpassungen zu rechnen, sodass die weitere Ausgestaltung abzuwarten bleibt.
 
Möglichkeit Herabsetzung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung
 
Des Weiteren wurde heute angekündigt, dass zur Liquiditätssicherung die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung, welche zur Erlangung der Dauerfristverlängerung notwendig ist und 1/11 der Umsatzsteuer-Zahllast des Vorjahres beträgt, wie in 2020 auf Antrag auf null herabgesetzt werden kann. Dies soll für alle „von der Corona-Pandemie wirtschaftlich besonders betroffene Unternehmen“ gelten. Hier wird der jeweils zuständige Buchhaltungs-Sachbearbeiter noch einmal direkt auf Sie zukommen.  ­ ­ ­ ­

Wir wünschen Ihnen erstmal einen schönen Mittwochabend und eine angenehme Restwoche. Bleiben Sie gesund! 

Liebe Grüße Ihre

Mertens Schabow Steuerberatungsgesellschaft



 

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